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Rückblick:
20. Augsburger Kurzfilmwochenende
2015

Nach vier spannenden Wettbewerbsprogrammen haben die Zuschauer entschieden und den Augsburger Publikumspreis 2015
in einen knappen Rennen an einen Film mit ganz aktuellen Bezug vergeben:

„Baghdad Messi“ von Regisseur Sahim Omar Kalifa (Irak)
Irak, 2009: Der kleine Hamoudi ist ein begeisterter Fussball-Fan. Genau wie seine Freunde, wartet er sehnsüchtig auf das kommende Champions League-Finale zwischen Barcelona und Manchester United, Messi gegen Ronaldo. Doch kurz vor dem Spiel geht Hamoudis Fernseher kaputt.  Zusammen mit seinem Vater macht er sich auf die gefahrvolle Reise nach Baghdad.

Nur einer von beiden wird lebend zurückkehren…

Platz 2 ging nach Österreich an „Ausstieg rechts“  von Rupert Höller und Bernhard Wenger und Platz 3 in die Niederlande an Regisseur Ben Brand
mit 97 %.

Eine Welturaufführung erlebten die Zuschauer mit der Postkartenlesung mit Sabine Sauer und Hans Jürgen Stockerl und den Kurzfilmen von Jürgen Neumann. Nach den begeisterten Zuschauerreaktionen und zahlreichen Nachfragen wird es eine Fortsetzung geben. Der Termin wird noch bekannt gegeben.

Und auch die Jubelrolle mit den besten Kurzfilmen aus den vergangenen Jahren verzückte das Publikum.
Zusammen mit dem Gewinnerfilm „Baghdad Messi“ wird die Jubelrolle nächsten Sonntag noch einmal
im Mephisto gezeigt.

2015 ein guter Jahrgang
Festivalleiter Erwin Schletterer war sich mit dem begeisterten Publikum einig: 2015 war ein starker Jahrgang. Das Festivalprogramm war sozusagen die „Beerenauslese“ des internationalen Kurzfilmschaffens.

Das Augsburger Kinodreieck hat die Trägerschaft für die Durchführung des Augsburger Kurzfilmwochenendes übernommen.

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Für die 21. Ausgabe des Augsburger Kurzfilmwochenendes stehen
einige Änderungen an:


Das Kurzfilmwochenende wird künftig zum angestammten,
eigenständigen Termin zurückkehren.

Über den bewährten Publikumswettbewerb hinaus
wird es Erweiterungen im Programm geben:

- ein Wettbewerb der deutschsprachigen Filmhochschulen.
- eine Kurzfilmretrospektive – wir stöbern in den Archiven.
- eine neue Rubrik „Bekannte Regisseure stellen ihre ersten Kurzfilme vor“.
- ein Augsburg Block mit historischen Filmen aus Augsburg und der Umgebung.

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Presseerklärung
Filmtage Augsburg 2015 vom 23.10.2015


Das Filmbüro Augsburg als Veranstalter der Augsburger Filmtage hat die bestehende Vereinbarung mit der Stadt Augsburg über die Durchführung der Filmtage 2015 mit sofortiger Wirkung gekündigt.
Bereits geflossene Zuschussmittel werden an die Stadt zurückbezahlt.

Vereinsvorstand Dr. Harald Munding: Erfolgreiche Kultur- und Festivalarbeit bedarf der langfristigen Planung. Der jetzige Vertrag bezüglich der Förderung der Filmtage (90 000 Euro) bezieht sich auf die Filmtage 2015.

Verhandlungen über eine längerfristige Vereinbarung mit der Stadt scheiterten bislang. Eine weitere Hängepartie wie in den letzten Jahren ist für das Filmbüro e.V. nicht mehr darstellbar.

Die „Signale“ seitens der Stadt – hier in erster Linie vom zuständigen Kulturreferenten Thomas Weitzel und Mitgliedern des Stadtrates – gingen eindeutig in die Richtung der Ablehnung einer dauerhaften Förderung.. Auch über die notwendige Höhe einer Förderung bestand keine Einigkeit. Zudem gibt es einen immer noch gültigen Grundsatzbeschluss für Kulturprojekte diese nur alle zwei Jahre zu fördern.

Das Filmbüro hat Verständnis für die schwierige Haushaltslage der Stadt Augsburg. Das Kulturbudget der Stadt ist im Vergleich zu anderen Großstädten recht gering. Eigene städtische Festivals binden einen hohen Anteil der Mittel. Die Diskussion über die Finanzierung des Großprojektes Theatersanierung lässt perspektivisch wenig Besserung erwarten.

Politisch wurde in der Vergangenheit immer wieder die Wichtigkeit der Filmtage für das städtische Kulturleben betont. Das Festival musste in der Vergangenheit durch diverse Sparmaßnahmen eine Reduzierung des Festivaletats um mehr als die Hälfte hinnehmen. Dies ging an die Substanz, die fehlende Planungssicherheit verhinderte zudem die Einwerbung von Drittmitteln.

Das Filmbüro ist stolz auf das bisher Geleistete und bedankt sich bei allen Kooperationspartnern und Unterstützern. Es war eine spannende und erfolgreiche Zeit. Und an erster Stelle der Dank an das Augsburger Publikum für die Begeisterungsfähigkeit in den letzten Jahrzehnten.

Wie geht es weiter?

Die Betreiber des Augsburger Kinodreiecks werden mit sofortiger Wirkung die Durchführung der Filmtage in Eigenverantwortung und auf eigenes Risiko übernehmen.

Das Festival wird sich als „Festival über das ganze Jahr“ im Sinne einer nachhaltigen „Kulturlandschaftspflege“ in die Arbeit des Augsburger Kinodreiecks einfügen.

Das Programm wird auf der Homepage www.filmtage-augsburg.de in den nächsten Tagen aktualisiert. Das Filmbüro ist sicher, dass eine dauerhafte Lösung für die Weiterentwicklung und Zukunft der Filmtage gefunden wurde.

Augsburg 23.10.2015
Filmbüro Augsburg e.V.
Dr. Harald Munding, 1. Vorsitzender

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Festival übers ganze Jahr.
Plädoyer für eine nachhaltige Kulturlandschaftspflege.
Das Konzept des Augsburger Kinodreiecks.

Am Anfang stand das Festival. In den 1980-er Jahren konnte man Augsburg kaum als Mekka der Filmkunst bezeichnen. München war hier der Sehnsuchtsort der Filmfreaks. Als eine Gruppe von Studenten aus dem Dunstkreis des AStA-Kulturzentrums (Grauer Adler) auf die Idee kamen ein Filmfestival zu veranstalten, war die Verwunderung und Skepsis groß. Aber siehe da – spätestens mit der 2. Ausgabe und den legendären Vorführungen der Westallgäuer Filmproduktion (Daheim sterben die Leut) war er geboren: Der Geist der Augsburger Filmtage! Was nichts Anderes bedeutete als eine unglaubliche Euphorie des als spröde geltenden Augsburger Publikums. Es war erstaunlich. Selbst fünfstündige Dokumentarfilme über die Züricher Jugendunruhen (Dani, Michi, Renato und Max) fanden ein begeistertes und aufmerksames Publikum. Retrospektiven wie die filmische Reise durch alle damaligen Republiken der Sowetunion (1990) mit dem Besuch von 40 Filmemachern in Augsburg, Pulverfass Nahost die erste große filmische Retrospektive in Europa mit Filmemachern aus Israel, Ägypten, Syrien, Irak und Palästina in der aufgeladenen Atmosphäre  des ersten Nahostkrieges 1991 (ein Beispiel…die Augsburger Puppenkiste nahm das Stück „Der Kalif von Bagdad“ aus dem Spielplan!!!) und der große Afrika-Schwerpunkt, eine filmische Reise durch einen Kontinent mit über 40 Vertretern des afrikanischen Kinos,. Themenschwerpunkte, Retrospektiven zu bedeutenden Regisseuren, Länderschwerpunkte oder „Die Kinder von Golzow-die filmische Langzeitdokumentation mit vielen Gästen……

“Die Filmtage Augsburg zeigen was los ist in der Welt des Films (Tagesthemen)“

Die Festivalmacher waren der Meinung, ein Festival braucht eine eigene Spielstätte. Und aus dem Kreis der Festivalmacher fanden sich drei Wagemutige und gründeten eine Kinofirma. Die Idee der Kulturlandschaftspflege im Sinne einer intensiven Film- und Kinoarbeit über das ganze Jahr war geboren. Denn was nützt das schönste Filmspektakel, ein Festival ist nach kurzer Zeit wieder vorbei. Und im cineastischen Alltag wieder Schonkost. Die Schauburg, das Stadtteilkino in Lechhausen, wurde über 10 Jahre zur filmischen Experimentierwerkstatt. Kinderfilme, die ersten Übertragungen von Fußballspielen auf die große Kinoleinwand, lange Filmnächte mit Jungfilmern aus Nah und Fern und ein Kinoprogramm mit aktuellen Erstaufführungen von Achternbusch bis Almodovar, von Wenders bis Kaurismäki. Und live auf der Bühne: Andre Heller, Konstantin Wecker, Biermöslblosn…

„Auferstanden aus Ruinen“

1999 dann der Umzug von der Vorstadt in die City. Zwei Mulitplexkinos kamen, (fast) alle Innenstadtkinos mussten schließen oder wurden zweckentfremdet oder abgerissen. Nach intensiven Umbaumaßnahmen entstand das Kinodreieck  betrieben als eigenständige Firma mit privatem Kapital und Risiko. Und ganz wichtig: das Kaffeehaus kam dazu. 17 Jahre später zählt das Kinodreieck zu den erfolgreichsten Arthauskinos in Deutschland.  Jährlich über 100 Veranstaltungen mit Gästen aus der Welt des Films, Livemusik im Kaffeehaus. „Wer früher stirbt, ist länger tot“ im Kinodreieck als deutsche Kinopremiere gestartet avanciert mit über 70 000 Besuchern zum wahrscheinlich erfolgreichsten Film in Augsburg seit 1945.

Von Attac bis Katholischer deutscher Frauenbund, von Pax Christi bis Architekturforum, vom Sprachenzentrum der Universität bis zur Volkshochschule….die Liste der Kooperationspartner des Kinodreiecks ist lang. Fast jeden Werktag in der Früh Schulvorstellungen, in den Ferien die Kinderhorte... Festival übers ganze Jahr.

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Spots aus der Augsburger Kulturpolitik

An das
Kulturreferat der Stadt Augsburg
Zu Hd. Herrn Weitzel
Rathausplatz 1
86150 Augsburg

Sehr geehrter Herr Weitzel,

gerne bestätigen wir den Erhalt Ihres Schreibens vom Donnerstag, 15.10.15. Nachdem Sie den Brief parallel an Frau Prestle, Augsburger Allgemeine verschickt haben, überlegen wir uns, Ihr Schreiben auch in Form einer Presseerklärung zu beantworten.

Im Übrigen entnahmen wir der Augsburger Allgemeinen von gestern, dass Sie sich zwischenzeitlich über das Internet informiert haben.

Darüber hinaus stellen sich folgende Fragen:

1) Warum wählen Sie eine solche Vorgehensweise?
2) Geht es Ihnen tatsächlich um Informationen über die Filmtage? In diesem Falle verweisen wir vorsichtshalber auf unsere Kontaktdaten (Tel. 0821/158083, Fax: 0821/155518, Emailadresse: filmbuero@t-online.de).

Herr Weitzel, Sie gelten als überaus kommunikativer Mensch. Umso verwunderlicher, dass Sie bei den persönlichen Begegnungen der letzten Wochen (Augsburg ist eine wunderbare Stadt, man trifft sich bei vielfältigen Anlässen) die Filmtage nicht thematisierten.

Zentraler Punkt ist nach wie vor die Zukunft der Filmtage ab 2016.

Bei den Gesprächen und Verhandlungen in 2014 und 2015 (u.a. Gespräch im Referat am 6.3.2015) wurde seitens des Filmbüros immer wieder betont, dass die Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit eine  langfristige Planungssicherheit darstellt. Gerade Sie als aktiver Festivalleiter können dies wohl nachvollziehen und hatten sich in dieser Hinsicht verständnisvoll geäußert.

Einigkeit bestand beispielsweise am 6.3.2015, dass diese Thematik (Stichwort Biennale) kurzfristig gelöst werden muss. Herr Kränzle sprach in diesem Zusammenhang vom April 2015.

Auch Sie Herr Weitzel wollten entsprechend aktiv werden.  Den vorläufigen Verwendungsnachweis für die Filmtage 2014 hatten Sie in diesem Zusammenhang auf Wunsch bereits im Sommer 2014 erhalten.

Für die Zukunft der Filmtage hatten wir Ihnen im Juni 2014 ein detailliertes Konzept inkl. Kostenplanung übermittelt.

Am 11.11.2014 hatten Sie diese Vorlage ad hoc und ohne Vorberatung auf die Tagesordnung des Kulturausschusses gesetzt. Das Ergebnis war vorhersehbar und nach Beurteilung Ihrer sonstigen Aktivitäten wohl von Ihnen auch so beabsichtigt.

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine belastbare Grundlage für die Durchführung der Filmtage in 2016 und folgende Jahre. Der einzige Weg scheint wieder die Tour de Force durch die Mühlen der Haushaltsberatungen zu sein. Der Termin der Filmtage 2015 musste deshalb bereits auf den Herbst verschoben werden. (Stichwort Haushaltsgenehmigung)

Oder haben wir konstruktive Aktivitäten Ihrerseits bezüglich der Zukunft der Filmtage eventuell nicht mitbekommen? Gibt es einen Geheimplan? Lassen Sie es uns bitte wissen.

Mitbekommen haben wir diverse negative  Äußerungen Ihrerseits und auch von Mitarbeitern Ihres Referats über das Engagement des Festivalleiters Fischer beim Thema Theatersanierung. Hier können wir Sie beruhigen. Wir haben uns informiert: Diese Aktivitäten sind eindeutig vom Recht auf freie Meinungsäußerung abgedeckt.

Freundliche Grüße

Dr. Harald Munding, Franz Fischer
21.10.2015

 



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